Fall 7 -Unaufmerksamer Türsteher

Es ist schon später am Abend und der Türsteher A, der heute Schicht hat lässt keine Gäste mehr in die Disko hinein. Der Laden ist voll und die Party ist im Gange.

 

Der Türsteher A weist eine Gruppe junger Männer an der Tür ab, die sichtlich Alkoholisiert sind und sich auffällig verhalten. Nach einer kurzen Diskussion gehen die Männer. Nach einiger Zeit, als es schon anfängt hell zu werden, steht der Türsteher A mit dem Rücken zur Straße und unterhält sich mit einem Kollegen. Dabei achtet er nicht auf den Eingangsbereich der Diskothek.

 

Die meisten Gäste sind mittlerweile nach Hause gegangen, als sich von hinten an den Türsteher A einer der am Abend abgewiesenen Männer nähert, ein Messer zieht und in die Rippen Gegend den Türsteher A trifft. Das Messer prallt auf die Stichschutzweste des Türsteher A, der sich erschrocken umdreht und den Angreifer sieht, als der schon das Messer wegwirft und beginnt zu flüchten.

 

 

 

 

Aufgaben:

 

 

  1. Was sollte Türsteher A jetzt tun?

 

  1. Wie kam es, dass der Türsteher nicht verletzt wurde?

 

  1. Was hat der Türsteher falsch gemacht?

 

 

Lösungen:

 

Zu 1:

 

Umgehend Verstärkung anfordern. Polizei benachrichtigen lassen. Erhöhte Eigensicherung. Den Täter stellen, vorläufige Festnahme §127 StPO. Das weggeworfene Messer Sicherstellen. Ruhe bewahren. Eintreffende Polizei und Rettungskräfte informieren. Anschließend den Vorfall Protokollieren. Strafanzeige erstatten.

 

 

Zu 2:

 

Der Türsteher A hat eine Stichschutzweste getragen. Diese ist Teil seiner PSA (Persönliche Schutz Ausrüstung). Jedes Sicherheitsunternehmen ist verpflichtet eine Gefahrenanalyse im Rahmen der Unfallverhütungsvorschriften durchzuführen und die dort eingesetzten Sicherheitsmitarbeiter dementsprechend, in Form einer PSA für jeden dort beschäftigten Mitarbeiter, auszurüsten.

In diesem Sachverhalt hat der Türsteher A aufgrund der zuvor durchgeführten Gefahrenanalyse eine Stichschutzweste während der Ausübung seiner Tätigkeit getragen. Die Gefahrenanalyse und die bereitgestellte Ausrüstung können den Unterschied zwischen Leben und Tot ausmachen.

 

 

Zu 3:

 

Mangelnde Wachsamkeit. Wachsamkeit ist eine der wichtigsten Eigenschaften zur Eigensicherung in einem solchen Tätigkeitsbereich. Der Türsteher A war abgelenkt und hat sich mit seinem Kollegen unterhalten. Außerdem hat er den Einlassbereich nicht in seinem Blickfeld gehabt.

Gerade in solchen Konfliktträchtigen Bereichen wo es regelmäßig zu Auseinandersetzungen kommt gilt es besonders auf sein Umfeld zu achten und immer aufmerksam zu sein. Hier muss eine erhöhte Wachsamkeit herrschen.

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